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13.11.18 | 14.00-18.00 Uhr | Bundeshaus, Bern

Präsidentinnenkonferenz AllianceF

Das Netzwerk frau und sia ist seit Mai 2018 Mitglied bei AllianceF, der Dachorganisation aller Frauennetzwerke. Beatrice Aebi, Marianne Baumgartner, Sonja Jasper-Venema waren als Delegierte des Netzwerks frau und sia vor Ort, weitere Netzwerk-Mitglieder als Vertreterinnen anderer Organisationen.

Zusammenfassung von Monika Spring

Nach der kämpferischen Rede von Doris Leuthard gab es eine kurze Fragerunde. Dort stellte Beatrice Aebi die Frage, warum es an der ETHZ in der Frauenfrage keine Fortschritte gebe. Doris Leuthard kennt das Problem und wies darauf hin, dass jetzt noch eine Verschlechterung drohe wegen Rücktritten von Frauen aus dem ETH-Rat: u.a. trete Barbara Häring Binder zurück. In ihrem eigenen Departementsbereich fördere sie wenn immer möglich Frauen (Pensenreduktion nach Geburt, 50% Übernahme der Krippenkosten, Begründungspflicht, wenn bei Stellenvergaben männliche Bewerber Frauen vorgezogen würden. Kaderpositionen seien auch für Frauen mit Familie möglich (Beispiel Ingenieurin, welche Gotthard-Baustelle managte). Sie forderte Bea Aebi auf, ihr noch ein Mail zum Thema Frauen an der ETH zu schicken.

Anschliesssend tagte die Präsidentinnenkonferenz der Alliance F, ausgezeichnet moderiert von den Co-Präidentinnen und Nationalrätinnen Maya Graf und Kathrin Bertschy.

Rückblick auf das vergangene Jahr:

  • Der überraschende Rücktritt von BR D. Burkhalter am 14. Juni 2017 machte es schwierig, der Forderung nach einer Frauenkandidatur durchzusetzen. Kandidat Cassis stand bereit als Konkordanz-Vertreter der italienischen Schweiz. Die angemessene Vertretung der Frauen im BR, obwohl effektiv die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung, wird immer noch nicht als Konkordanz-Anspruch anerkannt.

  • Gleicher Lohn für gleiche Arbeit: Die Vorlage von S. Sommaruga hatte einen schweren Stand: im NR zuerst abgelehnt, der Ständerat beschloss dann doch „Lohnkontrollen“ auf freiwilliger Basis, aber nur für Firmen ab einer gewissen Grösse. Der NR stimmte dann doch noch zu, der Druck der Alliance F hatte sicher auch eine Rolle gespielt.

  • Geschlechterziele in Verwaltungsräten (das Reizwort Quoten musste vermieten werden). Zielwert von 20 bzw. 30%. Es war ausserordentlich knapp, aber es gelang, dann intensiver Lobbyarbeit, einige Frauen auch von bürgerlichen Fraktionen zu überzeugen. Es war ein Kraftakt, das Abstimmungsrergebnis äusserst knapp: 96:95!

Ausblick:

Mobilisierung für die Bundesrats-Wahl vom 5. Dezember. Treffpunkt 7.45 auf dem Bundesplatz. Anschliessend Verfolgen der Wahl im nahegelegenen "Impact-Hub“. Breite Kampagne für die nationalen Wahlen: Ziel ist, das Land zu „fluten" mit Frauen-Kampagnen.

Beschluss zur Selbstbestimmungsinitiative: Diese wird von der VV einstimmig abgelehnt.

Zusammenfassung von Mateja Vehovar

Ganz am Anfang fand die eindrückliche Ansprache von Frau Bundesrätin Doris Leuthard statt. Einige wenige Statements daraus.
  • Gleichstellung ist immer noch eine Frage der Partnerschaft

  • Wir sind noch lange nicht am Ziel; es gibt viel zu tun.

  • Die Jungen nehmen zu vieles als selbstverständlich und wissen wenig über den Kampf ihrer Vorgängerinnen.

  • Die Motivation von Frauen, sich politisch zu engagieren hat über die Jahre abgenommen. Diese gilt es auf allen Ebenen zu fördern

  • Frauen müssen höhere Hürden nehmen, wenn sie sich engagieren und aussetzten, sie werden mit anderen Ellen gemessen.

  • Dies muss eine Frau aushalten können. Aber sie wird persönlich reicher, wenn sie das tut.

  • Frau Leuthard betont die Notwendigkeit der Emanzipation der Männer.

  • Diese sei die Voraussetzung dafür, dass wir uns als Frauen emanzipieren können.

  • Das heisst, dass nur eine partnerschaftliche Sicht der Frauenbewegung Früchte trägt.

  • Netzwerke sind in allen Lebenslagen wichtig und die Basis jeglicher Karrieren.

  • Frauen stellen eine wichtige Macht dar, politisch, gesellschaftlich und ökonomisch.

  • Frauen müssen sich von sich aus einbringen und nicht schüchtern sein.

  • Niemand wartet auf sie: Aktiv werden, nicht passiv auf eine Einladung warten!

  • In anderen Ländern ist die Stellung der Frauen viel schlechter. Dies sollte man würdigen.

  • www.good-jobs.info Jobs für alle, die Familie und Beruf vereinbaren möchten, Bitte streuen.

  • www.ch2021.ch Ein neuer Verein. Schweizweiter Koordination der Feiern zum 50-jährigen Jubiläum des Frauenstimmrechts. Bitte streuen.

  • https://www.helvetia-ruft.ch Mehr Frauen in alle Regierungen. Aufruf zur Mitarbeit.